
Ein Stromausfall ist eine der Situationen, in denen sich die Qualität eines Sicherheitssystems am stärksten zeigt – gerade dann besteht die Gefahr, dass ein Eindringling versucht, die vorübergehende Abwesenheit der Stromversorgung auszunutzen. Deshalb verfügt fast jede Alarmzentrale über einen eingebauten Backup-Akku.
Wie lange dieser Akku das System in Betrieb hält, hängt von mehreren Faktoren ab – der Akkukapazität, dem Verbrauch der einzelnen Komponenten und davon, ob die Alarmanlage während des Ausfalls aktiv kommuniziert (zum Beispiel über GSM oder Internet).
Woraus sich der Stromverbrauch der Alarmanlage zusammensetzt
Die Zentrale selbst verbraucht nur wenig Energie, stärker fallen jedoch drahtlose und kabelgebundene Sensoren, Sirenen, Bedienteile und vor allem die Kommunikationsmodule (GSM, WLAN, LAN) ins Gewicht, die bei einem Stromausfall aktiv bleiben müssen, um eine Benachrichtigung senden zu können.
Wie man die Laufzeit des Backup-Akkus berechnet
Als Richtwert gilt: Ein üblicher 7-Ah-Backup-Akku hält bei durchschnittlichem Verbrauch der Alarmzentrale (150–250 mA) das System im Bereitschaftsmodus etwa 24–48 Stunden lang in Betrieb. Bei ausgelöstem Alarm (aktive Sirene) steigt der Verbrauch stark an, und die Laufzeit sinkt auf etwa einige Dutzend Minuten bis wenige Stunden, abhängig von der Akkukapazität und der Anzahl der Sirenen.
Wie man die Systemlaufzeit verlängert
Wenn Sie die Widerstandsfähigkeit der Alarmanlage gegenüber längeren Stromausfällen erhöhen möchten, sollten Sie Folgendes in Betracht ziehen:
- Einen größeren Backup-Akku (zum Beispiel 12–18 Ah statt der üblichen 7 Ah)
- Die Reduzierung unnötiger Verbraucher am selben Backup-Stromkreis
- Regelmäßige Kontrolle und Austausch des Akkus – dessen Kapazität nimmt mit dem Alter ab, in der Regel nach 3–5 Jahren
- Die Kombination der Alarmanlage mit einer separaten USV-Notstromversorgung für das Kommunikationsmodul (Router, GSM-Gateway)
Zusammenfassung
Ein üblicher Backup-Akku hält die Alarmanlage in der Regel ein bis zwei Tage im Bereitschaftsmodus, bei aktivem Alarm ist diese Zeit jedoch deutlich kürzer. Die regelmäßige Kontrolle des Akkuzustands und sein rechtzeitiger Austausch gehören zu den wichtigsten, aber oft vernachlässigten Wartungsaufgaben eines Sicherheitssystems.