
Die meisten Sicherheitskameras haben einen fest eingestellten Bildwinkel, der nach der Installation nicht mehr verändert wird. PTZ-Kameras (Pan-Tilt-Zoom) sind eine Ausnahme – sie können ferngesteuert seitlich schwenken, nach oben und unten neigen und Details mittels optischem Zoom heranholen.
Diese Flexibilität hat ihren Preis und ihren spezifischen Einsatzbereich, weshalb sich PTZ-Kameras nicht bei jeder Installation lohnen – schauen wir uns an, wann sie wirklich sinnvoll sind.
Wie PTZ-Kameras funktionieren
Der drehbare Kamerakopf ermöglicht die Abdeckung einer deutlich größeren Fläche als eine statische Kamera mit festem Objektiv – eine einzige PTZ-Kamera kann so drei bis vier statische Kameras bei der Überwachung eines weitläufigen Bereichs ersetzen. Der Bediener (oder die Automatik) kann die Kamera in Richtung eines Ereignisses drehen und ein Detail heranzoomen, zum Beispiel das Gesicht einer Person oder das Kennzeichen eines Fahrzeugs.
Automatische Verfolgung und voreingestellte Positionen
Moderne PTZ-Kameras bieten eine Auto-Tracking-Funktion, bei der die Kamera automatisch ein sich bewegendes Objekt im Bild verfolgt, sowie das Umschalten zwischen voreingestellten Positionen (sogenannten Presets), die die Kamera nacheinander abfährt und so die Überwachung mehrerer Bereiche des Geländes abwechselt.
Wann sich eine PTZ-Kamera lohnt
PTZ-Kameras sind vor allem in folgenden Situationen sinnvoll:
- Weitläufige Geländeflächen, Parkplätze und Industrieobjekte, für die sonst viele statische Kameras nötig wären
- Orte, die eine aktive Überwachung durch einen Bediener erfordern (Pförtnerloge, Sicherheitsdienst)
- Kombination mit einer anderen Kamera, die die PTZ-Kamera aus der Ferne auf erkannte Bewegung ausrichtet
- Objekte mit wechselnden Interessenpunkten (zum Beispiel Baustellen, wo sich das Geschehen verlagert)
Wann eine statische Kamera ausreicht
Bei einem gewöhnlichen Haushalt oder einem kleinen Betrieb, wo es genügt, Eingang, Hof oder Parkplatz zu überwachen, ist meist eine Kombination mehrerer statischer Kameras vorteilhafter – sie kommt günstiger und liefert eine durchgehende Aufzeichnung aus jedem Punkt gleichzeitig, während eine PTZ-Kamera zu einem bestimmten Zeitpunkt nur eine Richtung erfasst.
Zusammenfassung
PTZ-Kameras haben ihren festen Platz bei der Überwachung weitläufiger Flächen und dort, wo eine aktive Verfolgung und Detailvergrößerung erforderlich ist. Für einen gewöhnlichen Haushalt oder ein kleines Unternehmen lohnen sich in den meisten Fällen jedoch eher mehrere statische Kameras, die alle wichtigen Richtungen gleichzeitig abdecken.